Stadtgespräche

Stadtgespräche

Die neue Reihe der Stadt- und Werkgespräche (2017/2018) des Museums- und Kunstvereins in Zusammenarbeit mit dem Felix-Nussbaum-Haus / Kulturgeschichtliches Museum der Stadt Osnabrück beginnt im Herbst 2017.

In der vorherigen Reihe Stadtgespräche wurden in sieben Episoden sechs Jahrhunderte Osnabrücker Geschichte beleuchtet. Anhand von wertvollen Originalen aus der Sammlung des Museums ging es vom Ausgang des Mittelalters über die Reformationszeit, den Barock, das Zeitalter der Aufklärung und das »historische« 19. Jahrhundert bis in die Moderne.

 

 

bereits vergangen

STADTGESPRÄCH – Julian Egbert
Mittwoch, 14. Juni 2017, 16:30 Uhr, Vortragssaal

Das »alte« Osnabrück –
eine fotografische Zeitreise

Im Zweiten Weltkrieg wurde Osnabrücks Altstadt fast vollständig zerstört. In der Nachkriegszeit wurde zwar versucht, das »mittelalterliche« Stadtbild in seiner Struktur weitgehend zu erhalten, dennoch hat sich sehr viel verändert. In seinem FSJ Kultur-Projekt »Osnabrück in alten Fotografien« versucht Julian Egbert anhand von Fotos aus dem Bestand des Museums das Bild der Stadt vor 1939 neu erstehen zu lassen.

Fotografie des Neumarktes von Rudolf Lichtenberg (1930er Jahre)
© Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, Fotosammlung

STADTGESPRÄCH – Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Carolinum Osnabrück
Mittwoch, 24. Mai 2017, 16:30 Uhr, Vortragssaal

»Reformation« – cool, hipp oder out?

Anlässlich des Jubiläums »500 Jahre Reformation (1517–2017)« hat das Kulturgeschichtliche Museum gemeinsam mit Osnabrücker Schülerinnen und Schülern die Ausstellung »›… dat hillige Evangelium recht prediken‹ – Osnabrück im Zeitalter der Reformation« entwickelt (22. Mai bis 31. Oktober 2017). In der Veranstaltung berichten die Beteiligten über den Entstehungsprozess des Projektes
sowie Ziele und Besonderheiten der Ausstellung.

Christus als Lehrer. Ausschnitt aus einer Lutherbibel (1649)
© Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück

STADTGESPRÄCH – Ralf Langer
Mittwoch, 26. April 2017, 16:30 Uhr, Vortragssaal

Möser & Co. –
Büsten berühmter Osnabrücker

Berühmten Osnabrücker Persönlichkeiten wie Justus Möser (1720–1794) oder Johann Carl Bertram Stüve (1798–1872) wurden große und kleine Denkmäler gesetzt. Neben den Bronzestandbildern im Stadtbild existieren im Bestand des Museums auch einige Büsten. Gibt es eventuell eine Verbindung zwischen Büsten und Denkmälern?

Gipsbüste von Justus Möser (nach 1794)
© Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück

STADTGESPRÄCH – Anja Seelke
Mittwoch, 15. März 2017, 16:30 Uhr, Vortragssaal

Liebe contra Staatsräson –
Das Schicksal der »Prinzessin von Ahlden«

›Filmreif‹ ist die Geschichte der Kurprinzessin Sophia Dorothea von Hannover (1666–1726), von dem das Kulturgeschichtliche Museum ein Porträt als Flora im Bestand hat. Ihre verbotene Liebe mit dem Grafen Philipp Christoph von Königsmarck (1665–1694) endete mit dessen Ermordung und ihrer lebenslangen Verbannung auf das Schloss Ahlden. Die Lesung findet vor Porträts statt.

Gemälde der »Prinzessin von Ahlden« als Flora (1686)
© Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück

STADTGESPRÄCH – Georg Erb
Mittwoch, 15. Februar 2017, 16:30 Uhr, Vortragssaal

Navis stultorum – das Narrenschiff

Das »Narrenschiff« von Sebastian Brant (1457–1521) gehört zu den populärsten Büchern der vorreformatorischen Zeit im deutschsprachigen Raum. Die spätmittelalterliche Moralsatire verbreitete sich europaweit durch die Weiterübertragung der lateinischen Übersetzung von 1497 in andere Sprachen.

»Das Narrenschiff« von Sebastian Brant (1493/94)
© Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück

STADTGESPRÄCH – Klaus Giesen
Mittwoch, 11. Januar 2017, 16:30 Uhr, Vortragssaal

Die Sammlung Osnabrücker Münzen des Gutsbesitzers Johannes Nülle

Am 1. November 1928 kaufte die Stadt Osnabrück von dem Gutsbesitzer Johannes Nülle (1855–1929) aus Ostercappeln für 15.000 Mark etwa 800 Osnabrücker Münzen. Die Sammlung Nülles, der seit seiner Jugend Osnabrücker Münzen gesammelt hatte, bildet bis heute den Grundstock des heutigen Münzkabinetts im Kulturgeschichtlichen Museum. Karl Kennepohl (1895–1958) erarbeitete mit dem Material sein Buch über die Münzen von Osnabrück, bis heute das Standardwerk zur Osnabrücker Münzgeschichte. Beides – die Sammlung und das Buch – sind unverzichtbare Basis für jeden, der sich für die Münzen der Stadt, des Bistums und des Domkapitels interessiert.

Münzsammler Johannes Nülle (1920er Jahre)
© Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, Fotosammlung

STADTGESPRÄCH – Thorsten Heese
Mittwoch, 14. Dezember 2016, 16:30 Uhr, Vortragssaal

Möser.Event.1836.

Vor 180 Jahren wurde das Möser-Denkmal auf der Großen Domsfreiheit eingeweiht. Die Errichtung des Monumentes für Osnabrücks großen Staatsmann war in Zeiten ohne Radio, Fernsehen und Midnight shopping ein echtes ›Event‹. Es trieb die Bevölkerung auf die Straße, ja auf Bäume und Hausdächer; jeder wollte dabei sein. An Mösers Geburtstag wird an dieses bedeutende Osnabrücker Ereignis erinnert.

Kolorierter Stahlstich mit Ansicht des Möserdenkmals (nach 1836)
© Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück